Die Sinne der Maus

 

Die anatomische Besonderheit der Mäuse ist ihr gutes Riechvermögen!

Der Geruchssinn

Farbmäuse gehören zu den Makrosmarten, Tiere mit extrem gut entwickeltem Riechvermögen. Ihr Geruchssinn ist der am besten ausgeprägteste Sinn. Ihre Nase ist am ehesten vergleichbar mit einer Hundenase, und der Hund gilt als das Säugetier mit der besten Nase!.

Die Riechschleimhaut der Nase besitzt unzählige, sich ständig erneuende Sinneszellen, die durch ein feines Nervennetz direkt mit dem Riechlappen, der Verarbeitungszentrale für Duftinformationen im Gehirn verbunden ist. Mäuse erriechen ihre Nahrung, ihre einzelnen Rudelmitglieder, ihr Revier, ihre Sexualpartner und vor allem fremde Artgenossen und nicht zu vergessen ihren Halter. Das Leben der Mäuse ist durch diese anatomische Besonderheit deutlich geprägt. Leider wird genau diese Eigenschaft vom Halter oft vergessen oder nicht ausreichend beachtet, denn der Mensch mit seinem eher schlechten Riechvermögen kann das nicht nachempfinden.

 

Der Tastsinn

Der Tastsinn ist  ein sehr wichtiger und gut entwickelter Sinn.  Tasthaare (Vibrissen) besitzen schon die Neugeborenen Mäusebabies! Die meisten Tasthaare befinden sich um die Schnauze herum, sie reagieren hoch empfindlich auf jeden Berührungsreiz, da sie direkt mit einem empfindlichen Nervensystem umgeben sind. Die Tasthaare helfen der Maus sich auch speziell in der Nacht oder im Dunkeln gut zurechtzufinden.  Mit ihnen kann sie auch schnell abschätzen ob sie durch einen bestimmten Spalt oder ein Loch passt.  Umso schlimmer ist es für eine Maus einen Teil, oder alle Tasthaare durch Hautkrankheiten, Überdominantes Putzverhalten oder gar spezielles Tasthaarbeißen  verloren zu haben. Auch spezielle Züchtungen wie Rexmäuse und zum Teil auch überzüchtete Lockenmäuse führen zu starken Anomalien der Tasthaare. Dadurch ist eine Maus in ihren normalen Sinnesleistungen erheblich eingeschränkt!

 

Das Hörvermögen

Das Hörvermögen ist bei den Farbmäusen ebenfalls sehr gut entwickelt. Sie können im Vergleich zu uns Menschen deutlich Höhere Töne wahrnehmen, das hängt auch mit ihrer Lautsprache zusammen, da diese hauptsächlich im Ultraschallbereich liegt. Ihre großen Ohren zeigen uns auch direkt ihr gutes Hörvermögen an. Je größer die Ohren im Tierreich ausgebildet desto besser kann das Tier auch hören. Wühlmäuse die hauptsächlich unter der Erde leben haben im Vergleich zur Farbmaus sehr viel kleinere Ohren.

 

Die Sehkraft

Die Sehkraft der Farbmaus ist von all ihren Sinnen am schlechtesten entwickelt, nur im ganz nahen Bereich sieht sie gut. Demzufolge kann man schon fast behaupten alle Mäuse sind Kurzsichtig! Aber das hat für Blinde Mäuse auch Vorteile, denn  sie kann sich noch prima im bekannten Territorium zurechtfinden, wenn sie sich mehr auf ihren Tastsinn verlässt. Farben können Mäuse kaum wahrnehmen, da ihre Augen kaum Farbpigmente enthalten. Wissenschaftliche Untersuchungen haben aber ergeben das gelbe und rote Gegenstände so gerade erkannt werden können. Durch die seitliche Anordnung der Augen am Kopf, hat die Maus eine fast vollkommene Rundumsicht und kann Bewegungen, wie herannahende Feinde oder unsere Hände, wenn wir in den Käfig greifen, sehr schnell wahrnehmen. Rotäugige Mäuse sind deutlich Lichtempfindlicher und ihr Sehschärfewinkel ist schlechter als bei dunkeläugigen Mäusen.