Da Mäuseweibchen von Natur aus in familienbezogenen lockeren mittelgroßen Verbänden leben, ist die Haltung von nur zwei Weibchen zwar o.k. aber ihnen fehlt oft das gesellige zusammensein.
Das verwöhnen von zwei Mäusen ist auch erheblich leichter als von einer größeren Gruppe, Futterneid gibt es hier eher nur bei ganz jungen Tieren und fällt bei älteren Tieren fast völlig weg. In sehr kleinen Gruppen kann es auch zu fressen aus Langeweile kommen. Somit entwickeln die Mäuse mit der Zeit oft Übergewicht, was aber häufig nur bei einer Maus auffällig wird. Der Anreiz von außen muß sehr viel größer sein, sonst kommt bei zwei Weibchen schnell Langeweile auf und die Tiere stumpfen ab und werden sehr früh träge meist schon sobald sie 6 bis 8 Monate alt sind.
Bei sehr großen Weibchengruppen ist die lockere Gruppendynamik oft durch Gruppenzwang sehr arg in gewisse Bahnen gedrängt und eher schwächliche und ängstliche Mäuse bleiben nach einer gewissen Zeit auf der Strecke. Klar in der Natur ist es leider nicht anders aber da die Mäuse ja als Haustiere gehalten werden, sollte man doch bemüht sein ihnen ein glückliches, artgerechtes und möglichst langes Leben zu ermöglichen. Der Futterneid kann bei sehr großen Gruppen ab 12 Mäusen nicht mehr gut unter Kontrolle gehalten werden und somit steigert sich dadurch oft unbemerkt das Aggressionsverhalten und Besitzansprüche für bestimmte Futterplätze und Lieblingsverstecke entwickeln sich. Die Folge können sein; offene Zankereinen, Aufteilung der Gruppe und sogar Ausstoß von einem schwachen Gruppenmitglied. Es entsteht eine Art Gruppenstress die bei schwächeren Tieren oft zu Krankheitsanfälligkeit führt.
Die Kontrolle über gewisse Fressgewohnheiten des einzelnen Tiers kann nicht mehr nachvollzogen werden und somit werden Nahrungsspezialisten zu spät entdeckt, meist erst dann wenn sie schon die ersten Krankheitsanzeichen aufweisen oder zu dick geworden sind!