Einführung in die Farbmausgenetik

Farbmäuse gibt es in sehr vielen verschiedenen Farben, die Vielfältigkeit der Farben hat von je her den Hobbymäusezüchter fasziniert. Ich möchte hier nur ganz einfache Grundlagen erklären, damit man sich die Welt der Genetik ein wenig vorstellen kann und sich dort etwas zurecht findet.

Für den Hobbyzüchter sind eigentlich in erster Linie die Farbgene interessant, deshalb beschränke ich mich hier bei der Erklärung erst mal nur auf die wichtigsten und häufigsten Farbgene der Maus.

Bunter Nachwuchs

Was ist ein Farbgen?

Ein Farbgen beinhalt die Erbinformation über eine bestimmte Farbe. Ein Gen setzt sich immer aus zwei Allelen zusammen, bei allen Säugetieren stammt ein Allel, also ein Erbanteil
vom Vater und ein Allel von der Mutter. Erbt ein Kind von Vater und Mutter das gleiche Farballel, bezeichnet man diese Besonderheit in der Genetik mit reinerbig natürlich nur bezogen auf das entsprechnde Farballel. 

Es gibt verschiedene Farballele, jedes wird zur Vereinfachung mit einem Buchstaben bezeichnet, die Buchstabenschreibweise ist eine internationale Symbolschrift. Siehe hierzu auch die Farballeltabelle.

Welche Eigenschaften können Farballele besitzen?

Farballele können neben der spezifischen Farbinformation noch bestimmte Eigenschaften besitzen. Einen Hobbyzüchter interessiert hier besonders die Eigenschaft ob sich ein spezifisches Farballel bei den Nachkommen durchsetzt, dann wird es als dominant bezeichnet oder verborgen bleibt, dann wird es als ein rezessives Gen bezeichnet. Damit man das über die Symbolschrift erkennen kann, welches Gen ein dominantes und welches ein rezessives Gen ist, verwendet man unterschiedliche Schreibweisen. Dominante Gene bekommen immer große Buchstaben zugewiesen und rezessive Gene immer kleine Buchstaben.

Welche Farbgene kann man einer Maus ansehen?

Leider kann man durch das Aussehen des Fells einer Maus nur wenige Farbgene erkennen, dominante Farbgene sieht man einer Maus immer an, die versteckten rezessiven Farbgene nur selten oder nur unter bestimmten Vorrausetzungen. Hierzu später mehr. Das farbliche Erscheinungsbild (die Farbgene die man offensichtlich erkennen kann), wird in der Genetik als Phänotyp bezeichnet. Der Phänotyp einer Maus gibt also nur Auskunft über einen Teil der Gene, über alle Farbgene kann nur der Genotyp der Maus Auskunft geben. Um den Genotyp einer Maus zu bestimmen sind verschiedene Testverpaarungen mit Mäusen deren Genotyp bereits bekannt ist, notwendig.

Weitere Begriffe unter Genetikglossar.

 

Ein einfaches Beispiel um das bisher erfahrene besser zu verstehen!

Weibchen Phänotyp agouti A? Aufgabe 1 Männchen Genotyp aa schwarz
Ein Farbmausweibchen mit dem Phänotyp agouti und ein Farbmausmännchen mit dem bekannten Genotyp schwarz aa bekommen 8 Nachkommen.

4 der Nachkommen sind schwarz und 4 sind agoutifarben.

  Welchen Genotyp haben die Kinder und welchen die Mutter?

PS: Hier nur bezogen auf das A und das a Allel!

 

Lösung 1