Die Vergesellschaftung

Bitte niemals völlig fremde Tiere zu vorhandene Tieren in deren gemeinsamen Käfig einfach zusammensetzen, das führt immer zu heftigen Beißereinen!!!

Vor jeder Vergesellschaftung sollten die Neuankömmlinge genau beobachtet werden, ob sie wirklich gesund sind, sehr wichtig, sonst gefährdet man schnell seinen vorhandenen Mäusebestand, spreche da aus eigener Erfahrung. Also eine Quarantänezeit sollte eigentlich mit eingeplant werden. Heikel  ist die Quarantäne nur bei der Vergesellschaftung von Männchen, denn hier hat man leider selten die Zeit dafür. Da man nie genau weiß wie lange die Mäuse benötigen bis sie sich gegenseitig akzeptieren, sollten besser immer mindestens zwei neue Mäuse gleichzeitig angeschafft werden. 

 

Die Vergesellschaftungsmethoden laufen alle darauf hinaus die "super gute Nase" der Mäuse etwas auszutricksen. 

Aber bitte niemals mit Parfüm oder Duftölen die Tiere vorher einsprühen und dann versuchen sie zusammen zu setzen, denn der starke Geruch irritiert die Mäusenase sehr und zum anderen werden die Tiere dadurch eher noch gereizter. Nach dem verfliegen des Duftes gibt es dann oft eine böse Überraschung durch heftige Kämpfe, die mitunter spätere Vergesellschaftungsversuche gänzlich unmöglich machen können. Auch Duftölbäder sind für die sehr empfindlichen Mäuse lebensbedrohlich, sie können sich erkälten oder durch zu große Panik Wasser in die Atemwege bekommen und somit an einer Embolie sterben!!!

 

Die erste Begegnung

Immer eine Begegnung auf neutralem Gebiet durchführen!!!

Die erste Begegnung findet  bitte erst nach der Quarantänezeit statt!

Jede Begegnung von fremden Mäusen auf neutralem Gebiet verläuft immer gleich !!!

Erst mal neugierig beschnuppern.

Nach einer Eingewöhnungszeit von ein paar Tagen, oder nach der Quarantänezeit, kommt drauf an woher die Tiere stammen, kann man eine Begegnung stattfinden lassen. Diese erste Begegnung dient erst mal um zu sehen wie die alten Mäuse auf die Neuen reagieren, der beste Zeitpunkt ist später Nachmittag oder früher Abend. Der Ort ist am besten ein neutraler Karton oder die Bade- oder Duschwanne. Einen Tisch als Begegnungsstätte zu benutzen ist wenn die neuen Mäuse noch sehr jung sind gewagt, denn die Kleinen können die Höhe noch nicht richtig abschätzen und machen, wenn sie sich erschrecken schnell mal einen unkontrollierten Sprung vom Tisch! Verläuft nach dem Beschnüffeln alles friedlich kann man diese Begegnung an einem darauffolgenden Tag etwas verlängern. Bleibt wieder alles friedlich können die Mäuse in den neuen Käfig zur Probe einziehen. Je nachdem wie sie sich weiterhin verhalten sollte man sie im Käfig belassen oder dann auf eine der unteren Methoden ausweichen. 

Aber Vorsicht, bei Beißereien erst wieder trennen. 

 

Die besten Vergesellschaftungsmethoden 

Vergesellschaftungs-
methode
Stressfaktor Zeitfaktor Geeignet für!!!
Begegnung gering sehr hoch Kastraten, Weibchen und gemischte Gruppen
Käfigtausch hoch mittel Kastraten und Weibchen
Der große Käfig sehr gering sehr gering Weibchen und meist auch für gemischte Gruppen
Der kleine Käfig mittel gering Für alle
 

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