Erbfehler

1. Letalfaktoren

Dominante Schecken besitzen einen vererbbaren Letalfaktor. Dieser kann zum Tod eines Teils der Jungtiere und eventuell des Muttertieres führen. Daher sollte man bei der Paarung von Schecken vorsichtig vorgehen, solange man nicht  sicher weiß, das es sich um rezessive Schecken handelt. 

Letalfaktoren besitzen auch folgende Farben und sollten nicht miteinander verpaart werden.

 

2. Erkrankungen

Bei der Verpaarung von Mäusen mit Krankheitssymptomen ist Vorsicht geboten. Eine Reihe von Atemwegerkrankungen, die sich durch knattern oder pfeifen bemerkbar machen, können erblich bedingt sein. 
Andere erblich bedingte, sehr häufig vorkommende  Erkrankungen sind Fettsucht (bes. gelbe Mäuse),  Diabetes, Zwergwuchs und natürlich Krebs.

 

3. Inzucht

Verwandtschaftsverhältnisse der Anfangszuchttiere dürfen nicht bestehen, darauf sollte man achten!!!

Inzuchtpaarungen also Geschwisterverpaarungen sollten maximal über 2 Generationen hintereinander erfolgen. Mit jeder weiteren Generation steigt die Wahrscheinlichkeit von Zwergwuchs und Krebs enorm!!!

Noch größer ist die Gefahr der Erbfehlerbelastung bei der Rückkreuzung Tochter - Vater oder Sohn - Mutter. Daher sollte eine derartige Rückkreuzung nur einmal vorgenommen werden !

 

Beispiel:

Meine Anfangszuchttiere waren nicht miteinander verwandt:

Flocke - ein Langhaarlockenmäuserich

Susie - eine Dovetanmaus in Kurzhaar

Zuchtziel: Angoramäuse oder Lockenmäuse, Farbe egal

Aus der Verpaarung stammen

Silvio, Silvana und Selina - alles Kurzhaarmäuse

Geschwisterverpaarung: Silvio und Silvana

Ergibt nun Langhaarmäuse, Lockenmäuse, Kurzhaarmäuse und eventuell auch Langhaarlockenmäuse wie der Großvater es war.

Man kann hier problemlos noch eine Geschwisterverpaarung vornehmen, sollte aber  keine Rückkreuzung an Silvio oder Silvana vornehmen um das Krebsrisiko klein sowie die allgeimene Vitalität relativ groß zu halten.

Eine Rückkreuzung an die Tante Selina ist  hingegen eher möglich.

Soll hier intensive weiter gezüchtet werden kommt nur eine blutsfremde Maus in Frage.

 

4. Schwerwiegende Erbfehler

Diese starken Schäden treten hauptsächlich durch häufige Inzuchtverpaarungen auf hierzu gehören:  Knickschwänze, Haarlosigkeit, Tanzen, Wasserkopf, Kopfzucken, Epilepsie, Fuß und Zehanomalien, Hinterbeinlähmung, Herzfehler, Kopf und Gehirndefekte etc.